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Der
Eyjafjallajökull hat ganze Arbeit geleistet: Milliarden von Tonnen an Asche
hat der Zungenbrecher-Vulkan auf Island teilweise bis zu 10.000 Fuß hoch in die
Luft geprustet – und damit ein heilloses Chaos in ganz Europa angerichtet.
Sämtliche Flugzeuge mussten über mehr als fünf Tage auf dem Boden bleiben,
mehrere tausend Flüge wurden annulliert.

Eyjafjallajökull von Skógar aus gesehen -
Bildquelle
Doch Vulkan-Chaos hin oder her – die Feuerberge haben
durchaus auch faszinierende Seiten. Wie wär’s also zum Beispiel mit einem
Spontantrip zu den fünf spektakulärsten Vulkanstandorten der Welt?
Wir von Skyscanner, haben für Sie recherchiert, wo auf Vulkan-Beobachter die
spektakulärsten Aussichten warten:
Stromboli, Italien
Der Vulkan Stromboli im äolischen Meer ist wegen seiner spektakulären
nächtlichen Explosionen auch bekannt als „Leuchtturm des Mittelmeeres“ – die
kleine Insel vor der Südküste Italiens zieht immer wieder Scharen von
Vulkan-Beobachtern an. Das Besondere am Stromboli ist, dass er seit Beginn der
Aufzeichnungen aktiv ist. Und weil der Vulkan so verlässlich und regelmäßig
spuckt, verwendet man vielerorts auf der Welt seinen Namen sogar als Synonym für
„kleine Explosion“. Seine einzigartige Form übrigens sorgt bei Vulkan-Fans für
besonderen Nervenkitzel: Bis auf 200 Meter oberhalb des aktiven Kraters kann man
bei Vulkan-Watching ans Zentrum des Geschehens heran treten.

Eyjafjallajökull bei seinem Ausbruch am 2.4.2010 von
Henrik Thorburn fotografiert -
Bildquelle
Kilauea, Hawaii
Der Kilauea auf der größten der hawaiianischen Inseln gilt als der aktivste
Vulkan der Welt. Ein Besuch bei dem König der Feuer speienden Berge dürfte also
alles andere als enttäuschend werden. Eine seiner spektakulärsten Seiten sieht
man nur von einem Boot auf dem Meer aus. Doch die Fahrt hier heraus lohnt sich:
Denn nur vom Wasser aus sieht man die brodelnde rote Lava ins kochende Meer
fließen, bevor das Wasser als weißer Dampf in der Luft verpufft.
Ätna, Sizilien (Italien)
Was der Kilauea für die Welt, ist der Ätna für Italien: nämlich der Vulkan mit
den stärksten regelmäßigen Aktivitäten. Im Ätna brodelt es nahezu ununterbrochen
– sein letzter Ausbruch ist deshalb auch noch gar nicht lange her: Erst in
diesem Monat (ja, im April 2010!) hat der Feuerberg gezeigt, dass er seinen
Namen nicht umsonst trägt. Ein Ausflug zu den Lavafeldern am Ätna lohnt sich
(unbedingt an Allrad-Antrieb denken!); auch die vulkanischen Höhlen, Tunnel und
Spalten sind einen Besuch wert – doch bei allem Reiz: allzu nah sollten Sie sich
hier dann doch nicht heranwagen…
Teide, Teneriffa, Spanien
Wenn Sie’s in Sachen Vulkanspektakel lieber etwas gemächlicher mögen, dann ist
der Teide wohl die bessere Alternative. Sein letzter Ausbruch liegt immerhin
schon über 100 Jahre zurück: 1909 hat er Teide zum letzten Mal gezeigt, was in
ihm steckt. Mit einer Höhe von 3718 Metern ist der Vulkan auch der höchste Berg
Spaniens – schon aus der Luft kann man ihn daher etwa von Flügen nach Teneriffa
aus unschwer erkennen. Zur Spitze des Vulkans bringt Sie die Teide-Seilbahn, von
hier aus genießen Sie einen fantastischen Blick über den Atlantik.
Ruapehu, Neuseeland
Neuseeland liegt direkt auf dem Pazifischen Feuerring – deshalb ist es auch
nicht verwunderlich, dass es auf den neuseeländischen Inseln einige der
aktivsten Vulkane der Welt gibt. Der Ruapehu ist der größte des Landes und
markiert außerdem den höchsten Punkt der Nordinsel. Ausgebrochen ist der Riese
zum letzten Mal 1996. Im Winter verwandeln sich die Hänge rund um den Gipfel in
das größte Skigebiet des Landes, ideale Ausgangsorte für Wintersportler oder
Wanderer sind die Städtchen Turoa und Whakapapa |